Braunschweig ist Divercity!

der 1. Braunschweiger Diversity-Talk


Grundlage: Artikel 3, Absatz 3 Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland: Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.


DER 1. Braunschweiger Diversity-Talk


Gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband AGV hat der Verein für sexuelle Emanzipation e.V. den 1. Diversity-Talk in Braunschweig veranstaltet. Im Haus der Wirtschaft am Wilhelmitorwall wurde diskutiert, welchen Beitrag Diversity-Management für eine Unternehmenskultur der Offenheit, der Wertschätzung und des Respekts leisten kann. Anlass war der 7. Deutsche Diversity-Tag, an dem auf über 2.500 Aktionen bundesweit ein starkes Zeichen für Vielfalt in der Arbeitswelt gesetzt wurde.

 


AGV-Geschäftsführerin Cordula Miosga begrüßte die Teilnehmenden und betonte, dass gelebte Vielfalt im Unternehmen die Attraktivität jedes Arbeitgebers erhöhe. Aus diesem Grund habe auch der AGV die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet, die die Unternehmen verpflichte, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen sei.

 

Nach einem Vortrag von Luc Degla (Bild rechts), Schriftsteller aus Braunschweig, moderierte Holger Edmaier die sich anschließende Diskussion. Zunächst berichteten fünf bekannte Gesichter aus Wirtschaft und Kultur über ihre Beweggründe, Erfahrungen und Projekte, wie sie Vielfalt in ihren Organisationen fördern. Daraufhin bot sich den Zuhörenden die Gelegenheit, Fragen zu stellen.

 

Holger Edmaier führte durch die Veranstaltung.
Holger Edmaier führte durch die Veranstaltung.

Jens Bölscher (links im Bild), Geschäftsführer der Welfenakademie Braunschweig, betonte die Selbstverständlichkeit, den späteren Führungskräften die Fähigkeit zu Toleranz und gelebter  Diversität mit auf den Weg zu geben. Vielfalt und insbesondere Meinungsvielfalt dürfe kein Riegel vorgeschoben werden.

Nehle Schilly, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Unternehmensentwicklung der Wolfsburger Autostadt, berichtete, dass man das Thema Vielfalt in Ausstellungen auch mit „autofremden“ Bezügen umzusetzen versuche und viele positive Reaktionen ernte, getreu dem Motto „Menschen, Autos und was sie bewegt“.

Nico Briskorn, Leiter der Abteilung „Soziale Unternehmensverantwortung“ beim VfL Wolfsburg, stellte die zahlreichen Aktionen des Bundesligisten vor, die sich des Fussballs aufgrund seiner besonderen gesellschaftlichen Motivationsfunktion bedienen. Mit Streetkicks, der „Wolfsburger Schule für Vielfalt“ oder Regenbogen-Kapitänsbinden für alle VfL-Mannschaften gehe man die immer noch verbreiteten Tabuthemen Homophobie und Sexismus an.

 

Dagmar Schlingmann, Generalintendantin des Staatstheaters Braunschweig, stellte fest, dass das Theater ein patriarchalisches Problem habe. Die künstlerische Belegschaft sei mit Mitarbeitern aus mehr als 30 Ländern mehr als divers, die Organisationsstruktur aber noch im 19. Jahrhundert verankert. Deshalb habe man sich ein Leitbild gegeben, das insbesondere Übergriffe sexueller Art auf das Schärfste verurteilt. Denn es sei ein totaler Irrtum, dass nur durch Machtausübung Kunst entstehen könne.

 

Christian Bach, Geschäftsführer der Agentur Steffen & Bach, gab schließlich ganz persönliche Tipps für einen ganzheitlichen Ansatz in der Unternehmensführung. Man sei fest davon überzeugt, dass es Vielseitigkeit und Diversität brauche. Die unterschiedlichen Lebensweisen der Mitarbeiter spiegeln schließlich auch die Vielfalt der Kunden wider und helfen, deren Wünsche und Herausforderungen zu verstehen.

 

Beim abschließenden Buffet bestand noch weiterhin die Möglichkeit des Austausches unter den Teilnehmenden. So haben sich auch für den VSE neue Kooperationsmöglichkeiten ergeben. Über den Erfolg der Veranstaltung sei man sich einig, eine Wiederholung nicht ausgeschlossen. So resümierten Melanie Sapendowski und Jürgen Bittner, die für die Organisation verantwortlich zeichneten, verbunden mit einem Dank an die zahlreichen Helfenden.

 


Impressionen



DIE FAKTEN


Divercity – der erste Braunschweiger Diversity-Talk fand am 28. Mai 2019 in den Räumen des Arbeitgeberverband Braunschweig (AGV), Wilhelmitorwall 32, statt.


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